ANDREAS
SCHEFFER / LISA SÖHNCHEN
Vom Anreißen des Holzes, der händischen Ausarbeitung z.B. einer Schwalbenschwanzverbindung, der maschinellen Dominoverzapfung bis zum Verleimen wird die Herstellung eines Kleinmöbel exemplarisch erlebbar. Es kommen Stecheisen, Feinsägen (vor allem die japanische Ryoba), Einhandhobel und die Dominofräse zum Einsatz. Aufgrund der kürzeren Zeitspanne können Fragen des Entwurfs und der Werkzeugpflege nur am Rande behandelt werden. Auch die Fachkunde in Bezug auf Oberflächenbehandlung, Eigenschaften des Holzes u.ä. wird nur verkürzt behandelt. Auf einen Werkstattbesuch bei Kollegen muss ebenso verzichtet werden.
WERKSTATTAUSSTATTUNG/MITBRINGEN: Es stehen sechs mit Handwerkszeugen bestückte Hobelbänke zur Verfügung, zudem die erforderlichen Elektrowerkzeuge in Einzelausführung. Eigenes Werkzeug kann trotzdem gerne mitgebracht werden. Sicherheitsschuhe sind nicht zwingend erforderlich, festes Schuhwerk (keine Sandalen) schon.
Kursnummer 20723 47 Ustd. Kursgebühr 620,- Euro
Bitte den Kursablauf beachten (siehe unten).
ANDREAS SCHEFFER geb. 1960
Tischlerlehre im Massivholzmöbelbau, Studium der Kunstgeschichte,
Museumspraktika, Arbeit im Ausland, Meisterbrief. Langjährige Erfahrung im
Entwurf und Bau von Einzelmöbeln, Einrichtungen und Kleinserien. Lebt seit 1992
im Wendland. www.no-10.de
LISA
SÖHNCHEN geb. 1992
Tischlerlehre,
Ausbildung zur Holzbildhauerin. Lebt und arbeitet in Tübingen.
Zum Kursablauf
Am ersten Abend gehen wir nach dem gemeinsamen Abendbrot in die Werkstatt, sehen uns alles an und besprechen den Ablauf und wer an welcher Hobelbank arbeitet. Es stehen sieben mit Handwerkszeugen bestückte Hobelbänke zur Verfügung, zudem die erforderlichen Elektrowerkzeuge in Einzelausführung. Eigenes Werkzeug kann trotzdem gerne mitgebracht werden. Sicherheitsschuhe sind nicht zwingend erforderlich, festes Schuhwerk (keine Sandalen) schon.
Der Werkhof ist ein Selbstversorgerhof. Für den ersten Abend bringen wir mit, was uns für die ersten Mahlzeiten notwendig erscheint, danach kaufen wir aus gemeinsamer Kasse ein und kochen abwechselnd, meist zu zweit. Da es immer Menschen gibt, die schon einmal an den Kursen teilgenommen haben, gibt es hier eine gewisse Routine.
Wir frühstücken um 8:00 Uhr, fangen um 9:00 Uhr mit einem gemeinsamen Rundgang und dann mit der Arbeit an. Mittagessen mit anschließender Pause ist von circa 12:00 -14:30 Uhr und dann wird bis um 18:00 Uhr wieder gewerkelt. Der zweite Sonntag in den langen Kursen ist frei – bei zwölf Tagen führt ein Radfahr- oder Ausflug- oder Erholtag zu weniger Fehlern am Montag. Im kurzen Kurs wird durchgearbeitet.
Die Kurse sind in Bezug auf Kenntnisstand, Geschlecht und Alter unterschiedlich besetzt und das hat sich als sinnvoll herausgestellt. Am Anfang gibt es kleine Hobel- und Sägeübungen, um in die Materie zu kommen. Parallel werden mögliche Projekte und Vorstellungen besprochen, dann wird gezeichnet und schließlich das Holz besorgt und losgelegt. Die Arbeiten an den stationären Maschinen wie Formatkreissäge und Hobelmaschine werden von Lisa und Andreas erledigt.
In Andreas Werkstatt, die vier Kilometer entfernt liegt, sind die europäischen Holzarten in gewissem Umfang vorhanden, auch lässt sich bei Kollegen etwas besorgen.
In die Arbeit eingebunden sind kurze Abschnitte, in denen wir erklären, wie z.B. die Kappsäge sicher bedient wird, ein Stecheisen geschärft wird, eine Verbindung angezeichnet wird. Daneben geht es auch um das Verhalten des Holzes, Möbelkonstruktionen und vieles mehr. Über die Jahre sind einige Infoblätter entstanden, die man sich vor Ort ansehen kann.
Während der langen Kurse besuchen wir, meist an einem Vormittag, eine Kollegin oder einen Kollegen, die auf unterschiedliche Art und Weise Holz bearbeiten und von dieser Tätigkeit leben. Ein interessanter Blick über der Tellerrand.
So unterschiedlich die Motivationen an einem Kurs teilzunehmen auch sein mögen, alle möchten zwei Dinge mitnehmen: Erfahrung und Erlebnisse in der Holzbearbeitung und im Umgang mit Werkzeug und ein fertiges Werkstück. Hier das richtige Maß zu finden zwischen Anspruch und möglicher Realisierung ist auch für uns nicht immer einfach. Andererseits zeichnen sich die Kurse gerade dadurch aus, dass eine Vielfalt von Vorstellungen umsetzbar ist und so immer wieder individuelle Gegenstände entstehen. Gut ist es, am Anfang erst einmal mit einem überschaubaren Stück zu beginnen. Diejenigen, die schon Kurse belegt haben, können schon eher einschätzen, was machbar ist. Anregungen für Projekte können bei Bedarf zugesandt werden. Andreas Scheffer (info@no-10.de)
Materialkosten:
Für das Schärfen der Fräser, Kreissägeblätter, sowie die Bereitsstellung von Absaugbeuteln und ähnlichen Verbrauchsmaterialien wird ein Kostenbeitrag von 16 €/Teilnehmer erhoben. Die Materialkosten für das Holz und Hilfsmittel werden am Ende des Kurses je nach Holzart und Verbrauch berechnet.